Stationäre Vorsorgeleistung, Beihilfefähigkeit und ambulante Vorsorgeleistung

Ob stationär oder ambulant, hier finden Sie weitere Informationen zur Kur.

Stationäre Vorsorgeleistung

Die Krankenkasse entscheidet letztendlich, ob ein stationärer Kuraufenthalt genehmigt wird. Dazu wird der medizinische Dienst der Krankenkassen seine Beurteilung abgeben.
Nach einer Bewilligung der stationären Vorsorgeleistung wählen Patient und Krankenkasse die Einrichtung aus.
Die Anreise erfolgt zum gewählten Termin, die Krankenkasse übernimmt die vollen Kosten. Der Patient muss lediglich eine Eigenbeteiligung von 10,00 Euro pro Tag zuzahlen.

In vier Vertragshäusern in den Ammergauer Alpen kann, neben der ambulanten Vorsorgeleistung, auch eine stationäre Vorsorgeleistung nach § 111 SGB V wahrgenommen werden:

Bad Bayersoien:

  • Residenz im Kurpark

Oberammergau:

  • Gesundheitszentrum Oberammergau
  • Waldburg-Zeil Kliniken - Rheumazentrum Oberammergau

Saulgrub:

  • Aura Hotel

Beilhilfefähigkeit

Bad Kohlgrub und Bad Bayersoien sind im Heilbäderverzeichnis der Beihilfeverordnung (BhV) aufgenommen. Die Aufwendungen bei einer planmäßigen Kur sind daher bei Vorliegen der Voraussetzungen von Nr. 8 der BhV beilhilfefähig. Die aufgeführten Privatsanatorien sind nach § 30 GewO anerkannt, die Sanatoriumsbehandlungen sind nach Nr. 7 BhV beihilfefähig.

Bad Bayersoien:

  • Residenz im Kurpark

Bad Kohlgrub:

  • Das Johannesbad

Oberammergau:

  • Gesundheitszentrum Oberammergau
  • Waldburg-Zeil Kliniken - Rheumazentrum Oberammergau

Saulgrub:

  • Aura-Hotel

Ambulante Vorsorgeleistung

Die ambulante Vorsorgeleistung ist in allen Kurbetrieben der beiden Moorheilbäder Bad Bayersoien und Bad Kohlgrub möglich.
Dabei wählen Patient und Arzt den Kurort, Art der Unterkunft und den Kurbetrieb aus, die Anreise erfolgt zum gewünschten Termin.
Die Krankenkasse zahlt dabei zu:

  • 100 % der Kurarzt
  • 90 % die Kurmittelkosten
  • 100 % die Gesundheitsbildung (also Bewegungs- und Entspannungstechniken sowie Ernährungsberatung)
  • bis 13,00 Euro pro Tag Zuschuss (§ 23 Absatz 2 SGB V)

Sie müssen selbst aufkommen für

  • 10,- Euro Verordnungsgebühr
  • 10 % der Kurmittelkosten

Bedingungen zur Durchführung ambulanter Kuren:

  • Die gesetzliche Wartefrist ist von vier auf drei Jahre verkürzt worden. Bei medizinischer Notwendigkeit kann eine Kur auch schon früher beantragt werden.
  • Die Aufenthaltsdauer von 3 Wochen entfällt, somit besteht z.B. die Möglichkeit einer 2- oder 4-wöchigen Kur.
  • Die Krankenkassen können einen Zuschuss pro Übernachtung bis zu 13,00 Euro zahlen (je nach Satzung der Krankenkasse).
    Bitte beachten Sie dazu auch die Infos 'So beantragen Sie eine Kur'.