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Museen-Sehen

Schlossmuseum Murnau, Tourist Information Murnau
Bildbeschreibung: Schlossmuseum Murnau
© Tourist Information Murnau

1. Blauer Reiter in Murnau
Murnau ist Kulturstadt. Hier fanden die Maler der 1911 von Kandinsky und Marc in München gegründeten Vereinigung „Blauer Reiter“ Motive und Inspiration, hier lebte und schrieb der Dramatiker Ödön von Horváth und hier baute der Jugendstil-Architekt Emanuel von Seidl eifrig am Ortsbild.

Herzstück der lebendigen Kulturszene ist das Schlossmuseum. Unter anderem findet der Besucher die weltweit größte, ständige Ausstellung von Bildern der Kandinsky-Freundin Gabriele Münter und die einzige Ausstellung über Horváth, der von 1923-1933 in Murnau lebte. www.schlossmuseum-murnau.de.


Ebenfalls einen Besuch wert ist das Münterhaus. Im „Russenhaus“ lebten Gabriele Münter und Wassily Kandinsky immer im Sommer von 1909 bis 1914. Kandinsky bemalte Treppe und Möbel. Münter wohnte hier bis zu ihrem Tod 1962.
www.lenbachhaus.de

 

 

2. Glentleiten Großweil
Bauernhäuser, Almen, Mühlen, Kapellen und sogar Ferienwohnungen aus der Zeit um 1900: Das Freilichtmuseum des Bezirks Oberbayern auf der Glentleiten bietet dies alles. Oberhalb von Schlehdorf mit traumhaftem Blick auf den Kochelsee wurde das ländliche Leben in Oberbayern hierher verpflanzt und originalgetreu Balken für Balken wieder aufgebaut.

Haben Sie schon mal einem Experten beim Sensendengeln zugeschaut? Oder kräftigen Kaltblüter-Rössern beim Holzrücken? Zeit wird’s. Übrigens: In der Adventszeit lockt der Christkindlmarkt mit unglaublicher Atomsphäre.
www.glentleiten.de


 

3. Franz Marc Museum Kochel
Das kleine Sindelsdorf (1059 Einwohner) zwischen Penzberg, Großweil und Schlehdorf hat einen großen Maler beheimatet. Franz Marc (1880-1916) lebte von 1909 bis 1914 in dem Dorf. Künstler Marc wohnte beim Schreinermeister Josef Niggl, heute heißt das Anwesen Franz Marc Straße, im ersten Stock und hatte sich auf dem Dachboden sein Atelier eingerichtet. Dort entstanden einige seiner später zu Weltruhm gelangten expressionistischen Werke wie „Der Turm der blauen Pferde“.

Marc hatte einen Faible für das Sindelsdorfer Moos entlang der Loisach – er nannte die Gegend „Das blaue Land“ – blickt man zwischen Sindelsdorf und Benediktbeuern gegen die Berge im Süden, so liegt oft im Gegenlicht ein blauer Dunst über allem. Sein Museum liegt heute in Kochel. www.franz-marc-museum.de

 

4. Buchheim-Museum Bernried
Als sich der streitbare Autor, Maler und Sammler Lothar-Günther Buchheim einst im Zorn von seinen Feldafingern („Kanalratten“) verabschiedet hatte, boten ihm die Bernrieder einen Standort für das geplante Museum an. Buchheim griff zu, der Freistaat finanzierte kräftig mit und Bernried bekam ein Museum, das seinesgleichen sucht.

Stararchitekt Günter Behnisch hat sich im Höhenrieder Park so richtig ausgetobt. Das Konzept vereinigt vier Sammlungen unter einem Dach: Expressionisten (Schwerpunkt „Die Brücke“ mit Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff und Max Pechstein), Völkerkunde, Kunsthandwerk aus aller Welt und Buchheim-Werke. Dazu viele Ausstellungen.
www.buchheimmuseum.de

 

5. Kutschenmuseum Schwabsoien
Es gibt Männer, die sammeln beispielsweise Modellautos oder vielleicht Bierkrüge- gegenüber Johann Hartmann hat solche Sammelleidenschaft einen Vorteil: Ein Zimmerchen zur Aufbewahrung reicht. Hartmann hingegen braucht Platz- er sammelt nämlich seit 1980 Kutschen. Und was für welche! Eine Phaeton, mehrere Chaisen, edle Muschelschlitten, den Gig reicher niederbayerischer Bauern, ein Gäuwagerl jüdischer Erstbesitzer, die als Pferdehändler über Land gezogen waren.

Eine Wiener Praterkutsche aus dem 43. Bezirk und natürlich der Münsterländer Pirschwagen, der keine Bremse hatte. Johann Hartmann weiß über jedes Stück wunderbare Gschichterln zu erzählen und er kennt wirklich jeden Beschlag, jede Naht, jeden Pinselstrich persönlich – er hat sie nämlich alle selbst restauriert.
Kutschenmuseum: Johann Hartmann, Am Elder, 86987 Schwabsoien, Tel. 08868 - 813. oder http://www.schwabsoien.de/2440.0.html

 

6. Geigenbaumuseum Mittenwald
Am Geigenbau kommt man in Mittenwald nicht vorbei. Die Einrichtung wurde 2005 komplett renoviert und überarbeitet. Gezeigt werden unter anderem berühmte Geigen und die Geschichte des Instrumentenbaus.

Natürlich darf Matthias Klotz nicht fehlen: Klotz (1653-1743) gilt als Gründer des Mittenwalder Geigenbaus. Der Mittenwalder perfektionierte sein Handwerk in Padua, kehrte in sein Heimatdorf zurück und baute eine Werkstatt auf.
www.geigenbaumuseum-mittenwald.de


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