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Kirchen und Kapellen der Ammergauer Alpen
Dorfmittelpunkt – Pfarrkirche St. Peter und Paul in Oberammergau
Als Vorläuferin hatte die Oberammergauer Kirche einen Holzbau, der zu Beginn des 18. Jh. so beschädigt war, dass neu gebaut werden musste. Josef Schmuzer leitete den Neubau des Rokokojuwels, sein Sohn Franz Xaver war der Stuckateur. Die Decken und Wandfresken stammen vom großen Maler und Graphiker Matthäus Günther.
Dezent – Pfarrkirche St. Georg in Bad Bayersoien
Bad Bayersoiens Pfarrkirche wurde 1767 von Wessobrunner Künstlern sparsam aber sehr eindrucksvoll stuckiert. Das Deckengemälde stammt vom Lüftlmaler Franz Seraph Zwinck, dem wohl berühmtesten seiner Zunft.
Dankbar – Rochuskapelle in Bad Kohlgrub
1633/1634 suchte die Pest Bad Kohlgrub heim. Nachdem die Seuche vorüber war, wurde auf dem Pestfriedhof die kleine Votivkapelle erbaut.
Bezaubernd – Kappelkirche in Unterammergau
Sie ist die älteste Kirche in den Ammergauer Alpen. Ihr Turm stammt noch aus der Gotik, im Inneren verzaubert sie durch filigranes Rokoko. Sie ist dem Hl. Leonhard geweiht und zu seiner Ehre findet hier am letzten Sonntag im Oktober einer der stimmungsvollsten Leonhardi-Ritte im Oberland statt.
Luftig – Fatimakapelle in Saulgrub
Auf den Höhen über Saulgrub befindet sich das kleine Schmuckstück. Von dort oben überblickt man das ganze nördliche Ammertal. Erbaut wurde diese kleine Votivkapelle von Josef Leismiller, der gelobte, sollte er aus dem Krieg heil nach Hause zurückkehren, eine Kapelle zu bauen. Nach seiner Pilgerschaft, von der er eine Statue der Heiligen Jungfrau von Fatima mit nach Hause brachte, begann er mit Hilfe eines befreundeten Maurers den Bau der Fatimakapelle, die am 12. September 1954 geweiht wurde.
Kunstsinnig – St. Nikolaus in Unterammergau
Unterammergaus Pfarrkirche wurde 1710 vollendet und auch bei ihrem Bildschmuck wirkte Lüftlmaler Franz Seraph Zwinck mit.
Geistlich – St. Gertrudiskapelle in Graswang
Die St. Gertrudiskapelle wurde 1694 vom Kloster Ettal als kleine Außenstelle gegenüber dem Forsthaus Dickelschwaig erbaut. Die Ausmalung übernahm 1755 Jakob Zeiler. Die Kapelle wurde der, zur Zeit ihrer Entstehung sehr populären, Gertrud von Helfta (Gedenktag 17. November) geweiht. Gertrud, auch die Große genannt, lebte in der 2. Hälfte des 13. Jh. und ist eine bedeutende Vertreterin der Frauenmystik. Sie war eine Frau von außergewöhnlich hoher Bildung. Sie hatte Visionen von Begegnungen mit Jesus und mystische Erlebnisse, wodurch sich in ihr eine starke Liebe zu Jesus entwickelte.
Erhaben – Gedächtniskapelle in Bad Bayersoien
1952 wurde die Kriegergedächtniskapelle oben am Eckbichl in Bad Bayersoien gebaut. Ihr schönes Rundgemälde thematisiert Krieg und Nachkriegszeit. Der Blick von der Kirche auf den Soier See ist einmalig.
Gruppeninfo:
Alle Kirchen und Kapellen sind ganzjährig geöffnet;
Dauer: je nach Gruppe und Programm

