Geschichte des Schnitzens in Oberammergau

Aus dem Jahre 1520 ist der Reisebericht eines Florentiners überliefert, der die Feinheit der Oberammergauer Schnitzerei lobt, 1563 erhielten die Ammergauer Schnitzer durch den Abt von Ettal sogar eine eigene Handwerksordnung.

© Florian Wagner

Während zu dieser Zeit der Verkauf weitgehend vor Ort stattfand, entstanden im 18. Jahrhundert mehrere Oberammergauer Verlegerhäuser mit Niederlassungen in ganz Europa. Von dort aus übernahmen sogenannte Kraxenträger als Hausierer den Verkauf der Ware.
Heute gibt es in Oberammergau etwa 60 aktive Holzbildhauer, die von Heiligenfiguren bis zu Gebrauchsgegenständen alles Denkbare aus Holz anfertigen und verkaufen.

Wer vor dem Kauf gerne Näheres über die Entstehung der Schnitzkunstwerke wissen möchte, besucht am besten das "Pilatushaus". Dort kann man in der "Lebende Werkstatt" von 15. Mai bis 17. Oktober täglich KunstHandwerkern bei der Arbeit zusehen und der "Geburt" einer Holzfigur beiwohnen. Der Eintritt ist frei.