Lage und Naturräume des Naturparks

Der 227 km² große Naturpark liegt im Nordwesten des Landkreises Garmisch-Partenkirchen etwa auf 47,6° nördlicher Breite und 11,1° östlicher Länge. Er umfasst die Ammertal-Gemeinden Bad Bayersoien, Bad Kohlgrub, Ettal, Oberammergau, Saulgrub und Unterammergau sowie den riesigen gemeindefreien Forstbezirk Ettaler Forst.

Der Park beinhaltet das obere Ammertal, den Nordostteil des Ammergebirges, das Laber-Aufacker-Massiv und die großenteils jungmoränenüberdeckte Faltenmolasse (tertiäres Kohlengebirge) zwischen Unternogg und der Echelsbacher Brücke. Mit 288 Quadratkilometern ist das Ammergebirge das größte bayerische Naturschutzgebiet. Auch die eiszeitlichen Moore im Ammertal sind etwas Besonderes.

Ihr feuchter Grund ist ein optimaler Boden für eine einzigartige Pflanzenvielfalt. Im Ettaler Weidmoos oder in den Moorgebieten rund um den Soier See sind zum Beispiel mehr als ein Dutzend Orchideenarten zu Hause, ebenso der seltene „Blaue Sumpfstern“ oder der Fieberklee. Das „Wahrzeichen“ ist das gelb blühende „Karlszepter“, ein rares Relikt aus der Eiszeit, das hier sein größtes Vorkommen in ganz Mitteleuropa hat.

Um diesen Reichtum zu erhalten, werden die sogenannten Streuwiesen von den Bauern nicht gedüngt und nur einmal im Jahr gemäht. Die umweltbewusste und nachhaltige Gestaltung der Kulturlandschaft ist ein wesentliches Element des Naturparks. Um die traditionelle Bewirtschaftung auch für Touristen erlebbar zu machen, gibt es zum Beispiel Bauernhoferkundungen, Tierbesichtigungen und Verkostungen regionaler Erzeugnisse mit Führungen durch interessante Betriebe

Folgende Naturräume charakterisieren den Naturpark:

Naturräume des Naturparks
Naturräume des Naturparks - © Ammergauer Alpen GmbH, Kartographie: Angewandte Landschaftsökologie Wagner