Erschließungsgeschichte

Das Klettern rund um Oberammergau hat schon eine etwas längere Tradtion. Wer, wie und wo geklettert ist erfahren Sie hier.

Klettern am Ettaler Manndl
Klettern am Ettaler Manndl - © Robert Heiland

Bereits um die Jahrhundertwende wurde bei der Besteigung von Graten und Felsnadeln, nachweislich der 4 Schwierigkeitsgrad gemeistert.

In den Nachkriegsjahren begannen Otto Kretschmann und Robert Lang mit einfachsten Mitteln erste Routen zu begehen. Als Höhepunkt gilt wohl der erste Durchstieg der Kofel-Nordwand.

Ab 1958 bis Ende der 60-er Jahre kletterte der „Exil-Schwabe“ Hans Hauser zusammen mit dem einheimischen Theo Zunterer eine schwere Route nach der anderen. Insbesondere die Klettereien an der Falkenwand zeugen vom enormen Potenzial dieser Seilschaft.

In den 70-er Jahren eröffnete dann Georg Reindl rund um Oberammergau einige schwere Routen. Sicher wären noch einige hinzugekommen, wenn der Bergführeraspirant nicht am Matterhorn ums Leben gekommen wäre.

Großes Aufsehen erregte 1979 die Durchsteigung der zentralen Kofel-Nordwand durch Reinhard Hässler, Theo Zunterer und Stephan Dörfler. Im Routennamen „Presseverschneidung“ spiegelt sich das damalige Interesse der lokalen Zeitungen wider.

Eher im Stillen setzten ab Mitte der 80-er Jahre der Wahl-Oberammergauer Carlos Wagner und Stephan Dörfler neue Maßstäbe im Sportkletterbereich. Einige ihrer Routen reichen bis in den oberen 9. Grad und setzten hohe Ansprüche an die Vorstiegsmoral.