Klettern und Naturschutz

Die meisten Klettergebiete in den Ammergauer Alpen und speziell rund um Oberammergau befinden sich im größten bayerischen Naturschutzgebiet. Um diese einzigartige Naturlandschaft zu erhalten müssen bestimmte Regeln beachtet werden.

Klettern an der Grottenwand
Klettern an der Grottenwand - © Birgit Gelder

Die Outdoor-Bewegung boomt und jeder möchte sich draußen bewegen. Das Gute daran ist, dass jeder Mann/Frau das Recht dazu hat, dies zu tun. Dieser Umstand darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir alle zusammen nur Gast in der Natur sind.

Das Ammergebirge ist mit etwa 300 Quadratkilometern das zweitgrößte Naturschutzgebiet Deutschlands. Viele seltene Tiere und Pflanzen finden hier ihre Rückzugsgebiete. Die Gebiete Zahn, Kofel, Frauenwasserl und Falkenwand befinden sich im Naturschutzgebiet, alle anderen im grenznahen Bereich.

Zu den Grundvoraussetzungen zählt hier wie auch andernorts, dass jeder seinen Müll wieder mit nach Hause nimmt und ihn nicht am Wandfuß liegen lässt, dass keine gesperrten Straßen befahren werden und der Geräuschpegel grundsätzlich minimiert wird. Auch Parken mit Köpfchen und eine umweltschonende Anreise gehört dazu, wenn wir auch in Zukunft weiterhin unsere Natur besuchen wollen.

Insbesondere die Vogelbrutzeiten sind von Seite der Kletterer zu respektieren. Werden die bisher noch zeitlich begrenzten Felssperrungen wie z. B. am „Nassen Riss“ ignoriert, drohen Totalsperrungen. Wer zu diesem Thema noch Tipps bzw. aktuelle Infos sucht, findet diese unter www.dav-felsinfo.de

Das eine oder andere Wort an die Unbedachten unter den Kletterkameraden kann daher nicht schaden, damit wir alle auch zukünftig eine schöne Zeit am und im Fels verbringen können.