Sonnenuhren

Sonnenuhren sind sehr alte astronomische Objekte, die den Lauf der Sonne durch Schatten anzeigen. Als Schattenwerfer dient der sogenannte Polstab. Dieser muss immer parallel
zur Erdachse angeordnet sein. Er zeigt nach Norden – Richtung Polarstern – und schneidet die Horizontalebene im Winkel der geographischen Breite. Er ist vom Einfallwinkel der Sonne
unabhängig. Der Schatten übernimmt die Funktion des Zeigers, dessen Stellung auf einem Ziffernblatt als Tageszeit abgelesen werden kann.

Die üblichste Form einer Sonnenuhr ist das senkrecht angeordnete Zifferblatt an Hauswänden. Weiter sind aber sehr viele verschiedene Formen möglich, wie auch die fünf Exemplare
in Bad Bayersoien zeigen. Eine Stunde bedeutet immer 15 Grad Drehung der Erde. So kommen in 24 Stunden 360 Grad zusammen.

Globus-Sonnenuhr

Globus Sonnenuhr

Die Globus Sonnenuhr ist aus schwarzem, schwedischem, feingeschliffenem Granit gefertigt. Auf dem Globus wurden alle Kontinente und Inseln eingezeichnet. Er steht
auf einem 60 cm hohen Granitsockel mit einem Durchmesser von 41 cm.

Indem man den Edelstahlbügel so weit dreht, bis der kleinste Schatten entsteht, kann man die MEZ und die Sommerzeit ablesen. Außerdem zeigt der Globus an, wann am Nordund
am Südpol die Mitternachtssonne zu sehen ist. Ebenso zeigt diese Uhr an, wann Polarnacht herrscht und wo auf der Erde zum aktuellen Zeitpunkt die Sonne auf- bzw. untergeht.

Auch die Zeitabstände zwischen zwei Orten, wie  z.B. Bad Bayersoien und New York sind ablesbar.

Quaderförmige Sonnenuhr

Bei dieser Uhr verwendete der Steinmetz Hintertiessener Granit. Der Quader ist 61 x 61 cm und 107 cm hoch. In den Stein sind fünf Zifferblätter eingearbeitet. Je eines nach Süden,
Osten und Westen, sowie ein horizontales und ein erdachsparalleles.

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Sonnenspinne

Die Sonnenspinne hat einen horizontalen Zeiger. Darum ergeben sich keine Stundenlinien, sondern Sonnenkurven.

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Hackstock-Sonnenuhr

Sie besteht aus einem Holzstamm, der aus Australien stammt und einem Beil aus Metall. Es sieht aus, als ob jemand sein Beil in den Hackstock geschlagen hätte.

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Wagenrad-Sonnenuhr

Die Wagenrad-Sonnenuhr hat einen Durchmesser von 100 cm und ist aus rotem feingeschliffenem Tranas-Granit gefertigt. Die zwei äquatorparallelen Ziffernblätter - eines für die Sommerzeit, ist nördlich von oben und eines für die MEZ, südlich von unten ablesbar. Das Ziffernblatt wurde genau im Winkel des Breitengrades zum Aufstellungsort angebracht.

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Walzensonnenuhr

Die Walzen-Sonnenuhr heißt so, weil diese Sonnenuhr einen walzenförmigen Zeiger hat. Der Zeiger ist natürlich wieder erdachsenparallel und liegt in der Nord-Süd-Richtung. Die Länge der Walze berechnet man nach dem Sonnenwinkel zur Horizontalen, d.h. vom höchsten Sonnenstand am 21. Dezember.

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