Bergwiesenheu

Schmerzlindernd und angenehm duftend - ein Bad für die Sinne.

© Ammergauer Alpen GmbH, Foto: Bernd Ritschel

Das Bergwiesenheu der Ammergauer Alpen wird in der sogenannten Wiesmahd noch traditionell von Hand gemäht. Ein angenehmer Duft, und je nach Lage ganz unterschiedliche Kräuter, zeichnen das Wiesmahd-Heu aus.

Beim Heubad oder der Heupackung entfaltet das Gemisch aus Arnica, Knabenkräutern, Prachtnelke, Fingerkraut, Katzenpfötchen, Enzianen, Wundklee, Labkraut, Schafgarbe, Steinklee und vielem mehr seine Wirkung.

Für die Anwendungen wird das Heu ca. eine Stunde gewässert und langsam erwärmt. Dadurch können die im Bergwiesenheu enthaltenen ätherischen Öle ihre Wirkung entfalten. Zudem werden die Blütenpollen im Wasser gebunden - wichtig für Allergiker.

Bei einem Heubad kann das erwärmte Heu direkt auf den Körper aufgetragen werden während man z. B. auf einer Schwebeliege entspannt. Eine weitere Anwendungsform, die oft synonym verwendet wird, ist die Heupackung. Dabei befindet sich das erwärmte Heu in der Regel in Vliespackungen - es findet kein direkter Hautkontakt statt.

Ein Heubad ist schweißtreibend und wirkt entschlackend und hautreinigend. Bei Schmerzen rheumatischer Beschwerden, Hexenschuss und Ischias wirkt es sich schmerzlindernd aus.