Passionstheater

Die Geschichte des Passionstheaters - erfahren Sie mehr über die weltberühmte Rundbogen-Freilichtbühne

Beschreibung

Am eindruckvollsten erleben Sie das Passionstheater bei einer Führung, die Sie in den Zuschauerraum und hinter die Bühne bringt:

Geschichte des Hauses:

Zu Pfingsten 1634 erfüllen die Oberammergauer zum ersten Mal das Versprechen, die Passionstragödie alle zehn Jahre aufzuführen. Sie schlagen zunächst eine Bühne über den frischen Gräbern der Pesttoten auf dem Gemeindefriedhof auf. Bis 1820 wird dieser Spielort beibehalten.

Das ursprüngliche einfache Holzgerüst der Holzbühne wird im Laufe des 17. und 18. Jh. mit Kulissen und Bühnentechnik ausgestattet. Im Jahr 1815 nimmt Johann Nikolais Unhoch eine grundlegende Neugestaltung vor. 1830 wird die Bühne zum ersten Mal auf dem Platz des heutigen Passionstheaters aufgebaut.

1890 erfolgt nach Plänen Carl Lautenschlägers ein, an der alten Form orientierter Neubau. Die Konstruktion besteht zu dieser Zeit aus sechs Stahlbogenträgern in Fachwerkbauweise.
Durch eine an- und aufgebaute Holzständerkonstruktion wird dem Bauwerk ein basilikaähnlicher Charakter verliehen.
Für die Passionsspiele 1900 wird schließlich der Zuschauerraum mit der noch heute bestehenden Eisengerüstkonstruktion aus sechs hohen Bögen überdacht. Er öffnet sich nach vorn auf die Freilichtbühne.
Im Passionsjahr 1930 erfolgte der Neubau der Freiluftbühne durch Georg Johann Lang und Raimund Lang. Dem klaren, asketischen, monumentalen Stil des bisher vollkommen aus Holz hergestellten Bühnenhauses entspricht die künstlerische Konzentration der Bühnenbilder. Im Rahmen der Vergrößerung der Zuschauerhalle werden auch die ursprünglich vorhandenen Sitzgelegenheiten, bestehend aus einfachen Bankreihen, durch eine Theaterbestuhlung ersetzt. Die Bankreihen bieten nun für 5.200 Besucher Platz.
Nach den Passionspielen 1990 stellt man fest, dass weitreichende Sanierungen im Innenraum und an der Fassade notwendig geworden sind. Außerdem soll der Komfort im Zuschauerraum erhöht und die Bühnentechnik modernisiert werden.
Im September 1997 kommt es zu einem Bürgerentscheid, indem über drei Alternativvorschläge zum Umbau abgestimmt wird.

Innerhalb von 2 Jahren wird das Haus komplett saniert: Neue Bestuhlung, Fußboden-Heizung, Erweiterung der Garderoben, behindertengerechter Foyer-Umbau mit Ausstellungsflächen, neuer Brandschutz an Stahl- und Holzbauteilen, Sanierung der Fassade, Sanitärräume, Modernisierung der Bühnentechnik. Insgesamt belaufen sich die Baukosten auf 15 Millionen DM.
Die feierliche Einweihung findet am 26. September 1999 zeitgleich mit der Erneuerung des Pestgelübdes statt.
Das neurenovierte Theater bietet nun mit 4.720 vollständig überdachten Sitzplätzen einem weltweiten Publikum höchsten Komfort und absolute Sicherheit. Oberammergau wird damit seinem Ruf als führendem Passionspielort gerecht.

Und noch einen weiteren positiven Effekt haben die aufwendigen Baumaßnahmen: Auch in den Zwischenjahren kann das Passionstheater nun regelmäßig für kulturelle Großveranstaltungen den richtigen Rahmen bieten.

Hinweis für KönigsCard-Inhaber:
1 x täglich freier Eintritt mit Führung (+ Oberammergau Museum inkl. Ausstellungen + Pilatushaus inkl. Ausstellung)

Erwachseneermäßigter Eintritt
Kulturticket (Zutritt Passionstheater Foyer, Eintritt Oberammergau Museum)6,005,00
Individualticket/Führungsticket6,005,00
Superticket (Führung Passionstheater, Eintritt Oberammergau Museum)8,007,00

Karte & Anreise

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