Der Natur auf der Spur

Die kleine Naturpark-Gemeinde am südlichen Eingang der Ammergauer Alpen wartet mit vielen kleinen Themenwegen auf. Hier erfahren Sie die Natur mit allen Sinnen.

Direkt am Soier See finden Sie den Barfußpfad, der rund um den kleinen Moorsee führt und 1,7 km barfußvergnügen verspricht – also die Natur mit den Füßen ertasten.

Oder begebene Sie sich auf den Vogellehrpfad und lernen bei den einzelnen Stationen Vögel und Vogelstimmen kennen. Die Natur hören.

Am nördlichen Ende des Soier Sees klärt der Moorlehrpfad über das heimische Bergkiefern-Hochmoor auf.

Barfuß-Parcours

Der 1,7 km lange Rundweg um den Soier ist für jeden geeignet, sogar mit Kinderwagen ist der Weg kein Problem. Direkt neben dem Weg verläuft der Barfuß-Parcours, der zum Fühlen, Balancieren, Klettern und Entdecken einlädt – ein Spaß für Groß und Klein.

Eckige Kiesel, feiner Sand, kantiges Rindenmulch oder kühles Nass sind nur vier beispielhafte Elemente, mit denen die sonst in bequemen Schuhen steckenden Füssen auf dem Barfußparcours rund um den Soier See konfrontiert werden.

Eine besondere Station stellt sicherlich das Moortretbecken dar. Hier kann eine Besonderheit des Ortes, das Moor, hautnah erlebt werden.

 

Vogellehrpfad

Hier kann jeder selbst forschen. Die 6 liebevoll gestalteten Schaukästen mit originalgetreu nachgebildeten Vögeln vermitteln einen Eindruck über die Vogelarten und ihren Lebensraum. Jeder Schaukasten hat ein bestimmtes Motto wie z. B. "Siedlung", "Hecke" oder "Moor". Insgesamt lernt man auf spielerische Art und Weise 30 verschiedene Vögel kennen.

Mit Hilfe sogenannter "Ting-Stifte", die gegen Hinterlegung eines Pfandes (20,00 Euro) in der Kur- und Touristinformation Bad Bayersoien oder Fischerhäusl ausgeliehen werden können, werden Vogelstimmen hörbar. Dazu hält man den Stift an einen Kontaktpunkt, drückt eine kleinen Knopf und schon zwitschert der jeweilige Vogel.

 

Die Kreuzotter

Der Soier See ist das größte zusammenhängende Kreuzottergebiet in Bayern und eines der größten in Europa. Hier gibt es sicher noch über 100 Kreuzottern. Kreuzottern haben ein typisches X- oder V-förmiges Abzeichen auf dem Kopf, ein Zickzackband auf dem Rücken sowie Längsstreifen an den Kopfseiten.

Als Reptilien lieben Kreuzottern sonnige Biotope. Um Wärme zu tanken, legen sie sich gerne an Waldränder, aber auch auf Wege. Ihr Biss ist leicht zu vermeiden und für einen gesunden Menschen nicht tödlich, deshalb braucht man die Kreuzotter nicht zu fürchten.

Allerdings sind die Tiere stark gefährdet. Die Schlangen, die an der Böschung und an freien Stellen im Wald im Sonnenschein Energie tanken, schrecken schnell auf, wenn sich Menschen nähern und verkriechen sich wieder in ihre kalten Höhlen. Die Folge: Sie werden seit Jahren auf der roten Liste geführt.

 

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