Ursprünge & Abbau: Bergkiefern-Hochmoor
Naturheilmittel. Nachhaltig. Wirksam.
Wie das Bergkiefern-Hochmoor entstanden ist
Moorwissen: Was ist eigentlich…
Ein Moor ist ein dauerhaft vernässter Lebensraum mit Sauerstoffmangel im Boden, in dem abgestorbene Pflanzen nicht vollständig zersetzt werden und Torf entsteht.
Torf ist eine Ablagerung aus unvollständig zersetzten Pflanzenresten. Er bildet das Material, aus dem die Moorlandschaft besteht. Streng genommen, sind Moorbäder eigentlich Torfbäder.
Ein Niedermoor wird von mineralreichem Grund- oder Quellwasser gespeist, ist nährstoffreich, meist eben gelegen und von Seggen, Gräsern, Schilf und Moosen bewachsen.
Ein Hochmoor bildet sich aus einem Niedermoor heraus, wenn die Torfschicht so hoch wächst, dass kein Kontakt zum Grundwasser mehr besteht. Es wird nur noch durch nährstoffarmen Niederschlag gespeist.
Sie wird auch als Latsche bezeichnet. Unter diesem Namen ist die gesundheitliche Wirkung dieser Kiefernart eher bekannt. Ihre Ablagerungen sind besonders reich an Huminsäuren, einem Schlüsselelement in der Wirkung des Moores.
Im Zusammenhang mit Moorbädern fällt häufig auch der Bergriff Peloid. Peloide bezeichnet den Überbegriff für sämtliche "Heilschlämme"
Nutzung und Abbau des Moores damals
Die Menschen wussten mit dem Moor lange Zeit wenig anzufangen. Landwirtschaftlich betrachtet galt dieser nasse und saure Boden als wertlos. Einen nützlichen Zweck erfuhr der Torf aber dann doch: Mit speziellen Messern wurden in großen Mengen Torfquader gestochen, die im Winter aufgrund des guten Brennwerts gerne anstelle von Holz zum Heizen benutzt wurden.
Nutzung und Abbau des Moores heute
Vor ca. 150 Jahren wurde im heutigen Naturpark damit begonnen, aus gesundheitlichen Gründen Moorbäder zu verabreichen. Der Torf wurde daher bald in größeren Mengen benötigt und nach und nach wurden zur Erleichterung des Moorabbaus einige Seilbagger beschafft. Damals wie heute hatte jeder Moorbadebetrieb seinen eigenen Bereich zum Torfabbau.
Renaturierung des Moores
Moore sind wertvolle Ökosysteme. Sowohl als Lebensraum, als auch als CO2-Speicher. Darum ist ein verantwortungsvoller Umgang mit diesem Rohstoff umso wichtiger. Deshalb wird das abgebadete Moor zurück in den Torfstich gebracht. Dort kann es circa 10 Jahre lang renaturieren, bevor es erneut in Moorbädern zur Anwendung kommt. So wird es möglich, das Moor sehr ressourcenschonend für die Gesundheit unserer Gäste zu nutzen.
Die Moorlehrpfade
Auf den Moorlehrpfaden von Bad Kohlgrub und Bad Bayersoien wird die Entstehung und Bedeutung des hoch sensiblen Ökosystems erklärt. Besucher erfahren, wie ein Moor entsteht, abgebaut, aufbereitet und renaturiert wird.
